Pressemitteilung

4. Juni 2008

Forschungsrettung nach Columbia-Absturz: Dokumentationen auf von Kroll Ontrack geretteter Festplatte konnten ausgewertet werden

Unersetzliche Daten auf einer nach dem Space-Shuttle-Absturz geborgenen,beschädigte Festplatte wurden seinerzeit von Kroll Ontrack gerettet. Nach mehreren Jahren haben die Wissenschaftler die Daten nun ausgewertet
Unbenanntes Dokument

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4. Juni 2008

Forschungsrettung nach Columbia-Absturz: Dokumentationen auf von Kroll Ontrack geretteter Festplatte konnten ausgewertet werden

Unersetzliche Daten auf einer nach dem Space-Shuttle-Absturz geborgenen,beschädigte Festplatte wurden seinerzeit von Kroll Ontrack gerettet. Nach mehreren Jahren haben die Wissenschaftler die Daten nun ausgewertet
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Chiasso/Zürich, 4. Juni 2008. Kroll Ontrack, führender Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer Forensik, hat im Rahmen eines außergewöhnlichen Datenrettungsauftrags dazu beigetragen, dass wertvolle Daten der Wissenschaft nicht verloren gehen. So wurden die Datenretter nach dem Absturz der Raumfähre Columbia im Jahr 2003 beauftragt, wissenschaftliche Daten auf einer beschädigten Festplatte wiederherzustellen. Dank der aufwändig erhobenen Daten, die während der letzten Jahre ausgewertet wurden, konnte ein bedeutendes physikalisches Experiment nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Daten stammten von einem Experiment unter der Bezeichnung CVX-2 (Critical Viscosity of Xenon-2), das an Bord des später verunglückten Space Shuttle durchgeführt wurde. Im Rahmen von CVX-2 galt es, die kritische Viskosität des Edelgases Xenon-2 zu erforschen, was nur in der Schwerelosigkeit möglich war. Ziel war es insbesondere, bestehende Theorien zur Strukturviskosität zu untermauern. Anhand der gewonnen Daten sollten wiederum Rückschlüsse auf die Strukturviskosität von Substanzen wie etwa Farben oder Motoröl gezogen werden. Ein Großteil der während des 370-Stunden-Experiments im Weltraum gewonnen Daten, rund 85 Prozent, wurde von den Wissenschaftlern bereits vor der Zerstörung der Raumfähre zur Erde gesendet. Für eine Auswertung waren jedoch alle Daten erforderlich. Das restliche Datenvolumen war auf einer Festplatte mit rund 400 MB Kapazität abgelegt. Diese lagerte zusammen mit anderen Elektronikteilen in einem Metallgestell im Frachtraum der Columbia, deren Trümmerteile nach dem verhängnisvollen Zwischenfall beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu Boden gingen.

Ingenieure des Johnson Space Center konnten die für die Wissenschaft wertvolle Festplatte in einem Hangar des Kennedy Space Center, wo auch andere geborgene Teile der zerstörten Raumfähre gelagert wurden, ausfindig machen. Noch war unklar, ob auf der äußerlich erheblich beschädigten Hardware tatsächlich Daten vorhanden waren, um das Experiment zu Ende zu führen. Kroll Ontrack wurde daraufhin beauftragt, die Daten, die man auf der Festplatte vermutete, wiederherzustellen. Spektakulär war dabei, dass die eigentlich verloren geglaubten Daten zu 99 Prozent, also so gut wie vollständig, wieder verfügbar gemacht werden konnten. Damit war trotz des tragischen Hintergrunds das Experiment CVX-2 gerettet.

Dass dieses wichtige Forschungsprojekt zur Strukturviskosität erst kürzlich abgeschlossen werden konnte, lag daran, dass mehrere Jahre nötig waren, um das höchst komplexe Datenmaterial vollständig auszuwerten. Mit der erfolgreichen Datenrettung hat Kroll Ontrack somit der Wissenschaft einen wertvollen Dienst erwiesen.